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Turnen: Notlüge Kokain

Arnheim. Zehn Wochen nach seiner spektakulären Flucht von der Kunstturn-WM in Rotterdam steht der frühere Weltmeister Yuri van Gelder überraschend vor einem Comeback. Van Gelder war wenige Tage vor Beginn der WM in die Schlagzeilen geraten, nachdem er seinen Teamkollegen in Rotterdam erzählt hatte, er habe wieder Kokain konsumiert. Erst im Juli war van Gelders Einjahressperre wegen Kokainkonsums abgelaufen. Mit seinem Geständnis erzwang van Gelder am 12. Oktober seinen WM- und Team-Ausschluß. Der »Rückfall« galt als Karriereende des Weltklasseturners. Später erklärte der Ringespezialist allerdings, daß er die »Notlüge« erfunden habe. Er sei mental einfach nicht in der Lage gewesen, als Medaillenkandidat dem Druck einer Heim-WM standzuhalten. In Absprache mit dem niederländischen Turnverband will er nun seine Karriere fortsetzen, der genaue Zeitpunkt seiner Rückkehr ist aber noch unklar. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2010, Seite 16, Sport

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