Zum Inhalt der Seite

Bartsch kritisiert Linke-Führung

Berlin. Der frühere Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, hat der neuen Parteiführung Versäumnisse vorgeworfen. Parteiaufbau, inhaltliche Profilierung und strategische Ausrichtung der Linken seien im ausgehenden Jahr nicht genügend vorangetrieben worden, sagte er in einem Interview für die Mittwochausgabe der Berliner Zeitung. Im kommenden Jahr werde sich zeigen, ob die Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst ihren Aufgaben gewachsen seien. »Wir haben in diesem Jahr die positive Mitgliederentwicklung der Vorjahre nicht fortsetzen können, und in einigen Umfragen liegen wir unter zehn Prozent.«

Die verschiedenen im Vorstand vertretenen Strömungen würden in der Linken für Blockaden der Parteiführung sorgen, kritisierte Bartsch, der sein Amt im Frühjahr nach einem Konflikt mit dem früheren Parteichef Oskar Lafontaine aufgegeben hatte. »Es ist offensichtlich so, daß wir kulturelle Probleme haben.«

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!