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23.12.2010
- → Inland
Bartsch kritisiert Linke-Führung
Berlin. Der frühere Bundesgeschäftsführer der
Linkspartei, Dietmar Bartsch, hat der neuen Parteiführung
Versäumnisse vorgeworfen. Parteiaufbau, inhaltliche
Profilierung und strategische Ausrichtung der Linken seien im
ausgehenden Jahr nicht genügend vorangetrieben worden, sagte
er in einem Interview für die Mittwochausgabe der Berliner
Zeitung. Im kommenden Jahr werde sich zeigen, ob die Vorsitzenden
Gesine Lötzsch und Klaus Ernst ihren Aufgaben gewachsen seien.
»Wir haben in diesem Jahr die positive Mitgliederentwicklung
der Vorjahre nicht fortsetzen können, und in einigen Umfragen
liegen wir unter zehn Prozent.«
Die verschiedenen im Vorstand vertretenen Strömungen würden in der Linken für Blockaden der Parteiführung sorgen, kritisierte Bartsch, der sein Amt im Frühjahr nach einem Konflikt mit dem früheren Parteichef Oskar Lafontaine aufgegeben hatte. »Es ist offensichtlich so, daß wir kulturelle Probleme haben.«
(dapd/jW)
Die verschiedenen im Vorstand vertretenen Strömungen würden in der Linken für Blockaden der Parteiführung sorgen, kritisierte Bartsch, der sein Amt im Frühjahr nach einem Konflikt mit dem früheren Parteichef Oskar Lafontaine aufgegeben hatte. »Es ist offensichtlich so, daß wir kulturelle Probleme haben.«
(dapd/jW)
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