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Morales: Verzicht auf Kyoto ist Völkermord

Cancún. Der bolivianische Präsident Evo Morales hat am Donnerstag in Cancún vor einem Genozid gewarnt, sollte beim UN-Klimagipfel keine Einigung auf ein Klimaschutzabkommen gelingen. Das internationale Treffen in dem mexikanischen Badeort sollte am Freitag zu Ende gehen. »Wenn wir das Kyoto-Protokoll hier auf den Müllhaufen werfen, würden wir uns verantwortlich machen an einem ökonomischen Mord, einem Mord an der Umwelt, ja an einem Völkermord«. Ein Scheitern wäre ein Attentat auf die gesamte Menschheit, sagte er vor Delegierten aus 194 Staaten. Morales forderte weiterhin, die Exzesse der »irrationalen« Industrialisierung zu stoppen. (PL/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2010, Seite 7, Ausland

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