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FDP trennt sich von Parteispion

Berlin. Die FDP trennt sich von ihrem Mitarbeiter Helmut Metzner. Durch Dokumente, die auf der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurden, war bekannt geworden, daß Metzner parteiinterne Informationen an die USA weitergegeben hatte. Das Arbeitsverhältnis sei nun »einvernehmlich beendet« worden, sagte FDP-Sprecher Wulf Oehme am Mittwoch in Berlin. Metzner war in der vergangenen Woche bereits als Büroleiter von Parteichef Guido Westerwelle abgelöst worden. Er hatte unter anderem Details aus den Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU verraten. Der Informant soll vom amerikanischen Botschafter Philip Murphy als junger, aufstrebender FDP-Mitarbeiter beschrieben worden sein, der gerne aus seinen persönlichen Gesprächsnotizen vorgelesen habe. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2010, Seite 1, Inland

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