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Ein Institut für Rudolstadt

Zu Ehren der Schriftstellerin Inge von Wangenheim (1912–1993) wird am Donnerstag in Rudolstadt ein Literaturinstitut gegründet. Es soll regelmäßig einen Preis für besondere literarische Verdienste um Humanismus und Frieden vergeben, von den Nazis verbotene Werke sammeln sowie Nachwuchsautoren ausbilden und deren Texte veröffentlichen. Das teilte der Greifenverlag in Rudolstadt mit. Die Namenspatronin des Instituts, Inge von Wangenheim, begann als Piscator-Schauspielerin, trat 1931 der KPD bei und emigrierte 1933 in die Sowjetunion. Die Jahre im Exil beschrieb sie in Romanen, Essays und Reiseberichten, darunter »Die Entgleisung« oder »Reise ins Gestern«. Von 1961 bis 1974 lebte die Schriftstellerin in Rudolstadt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2010, Seite 13, Feuilleton

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