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Erste Runde der Bahn-Schlichtung

Berlin. Am Freitag nachmittag begann in Berlin die erste Schlichtungsrunde für den Tarifkonflikt im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert einen Branchentarifvertrag mit einheitlicher Entlohnung auf dem Niveau der Deutschen Bahn AG. Die Konkurrenten des im Staatsbesitz befindlichen Exmonopolisten lehnen dies bislang ab. Die DB AG selbst will ihre Billiglohntöchter erst wieder in den Konzerntarif eingliedern, wenn die Konkurrenten auf Lohnkostenvorteile bei Ausschreibungen verzichten. Auch ein Warnstreik der EVG-Vorläuferorganisationen Transnet und GDBA hatte keine Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen gebracht. Als Schlichter wurde der frühere Bundesverteidigungsminister und SPD-Fraktionschef im Bundestag, Peter Struck, benannt. Nicht beteiligt an der Schlichtung ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Diese verhandelt derzeit über einen Spartentarifvertrag für Lokführer in allen Schienenverkehrssparten und sieht bislang gute Chancen für eine Einigung. Mit weiteren Streiks im Schienenverkehr ist frühestens im Januar zu rechnen.

(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.12.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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