Zum Inhalt der Seite

Gesucht: Schwarze Pädagogik

Der Berliner Karin Kramer Verlag plant ein Buch über »Schwarze Pädagogik – Tatsachenberichte über handgreifliche Erziehungsmethoden« und bittet um die Zusendung von Texten mit eigenen Erfahrungen, die aber nicht länger als 15 DIN-A-4-Seiten mehr sollten, auch Fotos, Grafiken und Zeichnungen seien erwünscht: per e-mail an info@karin-kramer-verlag.de. Verlagschef Bernd Kramer beispielsweise gibt bekannt: »Als Kind war ich schon Doppelverdiener, ich erhielt des öfteren rechts und links satte Ohrfeigen (…). Ich klage an... Meine Mutter† (die Ohrfeigen sind verziehen), meinen Vater† (die Riemenschläge sind verziehen), Herrn Pieck, Erdkundelehrer† (dem verzeihe ich nie), Herrn Brinkmann, Deutsch- und Geschichtslehrer† (dem verzeihe ich ebenfalls nie), Fräulein Tauber, Musiklehrerin† (auch der verzeihe ich nie und nimmer).«

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!