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Um Vergebung (Booker-Preis)

Der Brite Howard Jacobson ist mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet worden. Mit seinem Buch »The Finkler Question« schlug der 68jährige Schriftsteller und Kolumnist am Dienstag abend in London die Favoriten Tom McCarthy und Peter Carey (zweifacher Booker-Preisträger). Als er die mit 50000 Pfund (60000 Euro) dotierte Auszeichnung entgegennahm, erklärte Jacobson, seine Dankesreden würden immer ungnädiger. »Du fängst an, den Juroren, die dir den Preis geben, für alle Preise Vorwürfe zu machen, die sie dir nicht gegeben haben«, sagte er. »Heute abend vergebe ich allen, sie haben nur ihren Job gemacht.« In »The Finkler Que­stion« geht es um einen ehemaligen Radioproduzenten, den eine Faszination für das Judentum packt. Die Entscheidung für Jacobson fiel nicht einstimmig: Zwei der fünf Juroren stimmten gegen ihn. Der Juryvorsitzende Andrew Motion, erklärte, Jacobsons Buch sei »natürlich sehr witzig, aber auch sehr klug, sehr traurig und sehr feinsinnig«. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.10.2010, Seite 13, Feuilleton

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