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14.10.2010
- → Feuilleton
Um Vergebung (Booker-Preis)
Der Brite Howard Jacobson ist mit dem renommierten Booker-Preis
ausgezeichnet worden. Mit seinem Buch »The Finkler
Question« schlug der 68jährige Schriftsteller und
Kolumnist am Dienstag abend in London die Favoriten Tom McCarthy
und Peter Carey (zweifacher Booker-Preisträger). Als er die
mit 50000 Pfund (60000 Euro) dotierte Auszeichnung entgegennahm,
erklärte Jacobson, seine Dankesreden würden immer
ungnädiger. »Du fängst an, den Juroren, die dir den
Preis geben, für alle Preise Vorwürfe zu machen, die sie
dir nicht gegeben haben«, sagte er. »Heute abend
vergebe ich allen, sie haben nur ihren Job gemacht.« In
»The Finkler Question« geht es um einen ehemaligen
Radioproduzenten, den eine Faszination für das Judentum packt.
Die Entscheidung für Jacobson fiel nicht einstimmig: Zwei der
fünf Juroren stimmten gegen ihn. Der Juryvorsitzende Andrew
Motion, erklärte, Jacobsons Buch sei »natürlich
sehr witzig, aber auch sehr klug, sehr traurig und sehr
feinsinnig«. (AFP/jW)
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