-
13.10.2010
- → Inland
CSU will wieder speichern dürfen
Berlin. Im Koalitionstreit über die Vorratsdatenspeicherung
wird der Ton zwischen CSU und FDP schärfer. Bayerns
Innenminister Joachim Herrmann (CSU/Foto) forderte
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in
der Passauer Neuen Presse vom Dienstag auf, »ihre
Verzögerungstaktik aufzugeben und endlich einen Gesetzentwurf
zur Vorratsdatenspeicherung vorzulegen«. »Wir
dürfen nicht länger hinnehmen, daß unsere
Sicherheitsbehörden bei der Terrorbekämpfung keine
ausreichenden Telefon- und Internetverbindungsdaten zur
Verfügung haben«, sagte Herrmann. Die FDP warnte
hingegen vor »Panikmache«.
Das Bundesverfassungsgericht hatte die bisherige Regelung zur Vorratsdatenspeicherung im März gekippt.
(AFP/jW)
Das Bundesverfassungsgericht hatte die bisherige Regelung zur Vorratsdatenspeicherung im März gekippt.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland