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Verwirrspiel um Atommüllager

Hannover/Berlin. Eine angeblich von der Bundesregierung geplante Privatisierung der Endlagerung von Atommüll hat eine Welle der Empörung ausgelöst. SPD, Grüne und Linken lehnten die Überlegungen, von denen die Süddeutsche Zeitung berichtet hatte, am Mittwoch kategorisch ab. »Es verschlägt einem die Sprache«, sagte der umweltpolitische Sprecher der SPD im niedersächsischen Landtag, Detlef Tanke. Der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Ulrich Kelber, sagte, mit dem geplanten »Zugriff der Atomlobby auf die Endlager« präsentiere Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) vermutlich die nächste Nebenabsprache zwischen schwarz-gelber Bundesregierung und Atomkonzernen bei der Laufzeitverlängerung. Regierungssprecher Steffen Seibert dementierte den Pressebericht am Nachmittag: »Es gibt keine konkreten Pläne, das zu tun. Es bleibt alles beim alten.« (dapd/jW)


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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2010, Seite 1, Inland

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