Verrechnet
Das krisengebeutelte Bremer Theater hat sich in der Vergangenheit
bei den Personalkosten verrechnet. Dem Haus wird von der
Kulturbehörde ein Finanzloch von gut einer Million Euro
jährlich zur Last gelegt. »Es ist ein nicht
berücksichtigtes Minus entstanden«, räumte
Hans-Georg Wegner, Mitglied der neuen Künstlerischen Leitung
am Bremer Theater ein.
Das Bremer Theater hatte unter der letzten Intendanz von Hans-Joachim Frey allein in der Spielzeit 2008/09 ein Defizit von 6,3 Millionen Euro eingefahren. Vor allem das Musical »Marie Antoinette« und Operninszenierungen auf der externen Seebühne haben in erheblichem Maß zu der finanziellen Schieflage des Vier-Sparten-Hauses beigetragen. Die Stadt übernahm einen Teil der Schulden und stellte einen Betriebsmittelkredit von 6,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Am Bremer Theater zeigte sich die Interims-Leitung erleichtert, daß die Politik weiterhin einen »Kurs der Unterstützung« fahre, sagt Wegner. Das Theater hat einen Jahresetat von rund 30 Millionen Euro und wird mit 23 Millionen Euro aus dem Bremer Haushalt bezuschußt. Nach Angaben von Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) nehmen die Personalkosten 80 Prozent des Etats ein. Das Theater wollte dies nicht bestätigen. Die genaue Summe werde noch geprüft, sagte Wegner.
(dapd/jW)
Das Bremer Theater hatte unter der letzten Intendanz von Hans-Joachim Frey allein in der Spielzeit 2008/09 ein Defizit von 6,3 Millionen Euro eingefahren. Vor allem das Musical »Marie Antoinette« und Operninszenierungen auf der externen Seebühne haben in erheblichem Maß zu der finanziellen Schieflage des Vier-Sparten-Hauses beigetragen. Die Stadt übernahm einen Teil der Schulden und stellte einen Betriebsmittelkredit von 6,5 Millionen Euro zur Verfügung.
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Am Bremer Theater zeigte sich die Interims-Leitung erleichtert, daß die Politik weiterhin einen »Kurs der Unterstützung« fahre, sagt Wegner. Das Theater hat einen Jahresetat von rund 30 Millionen Euro und wird mit 23 Millionen Euro aus dem Bremer Haushalt bezuschußt. Nach Angaben von Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) nehmen die Personalkosten 80 Prozent des Etats ein. Das Theater wollte dies nicht bestätigen. Die genaue Summe werde noch geprüft, sagte Wegner.
(dapd/jW)
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