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16.09.2010
- → Feuilleton
Bist du dein Geld wert?
Als ehemaliger Marxist und Zivildienstleistender könne er mit
dem Satz »Völker, hört die Signale« viel
anfangen, scherzt TV-Moderator Harald Schmidt in der Wochenzeitung
Zeit über seinen Wechsel von der ARD zu Sat.1. »Ich habe
die Signale verstanden.« Es sei in der ARD einsam um ihn
geworden. »Ab und zu erreichte mich irgendein Konzept. Die
Weihnachtsgrüße sind von Jahr zu Jahr formeller
geworden.« »Die wußten nicht, wohin mit
mir.« Beim Theater habe er nicht nur seine mangelnde
schauspielerische Begabung erkannt, sondern auch gemerkt, daß
die Leute immer nur »den Schmidt aus dem Fernsehen
sehen« wollten. Das habe ihn »beschleunigt zurück
in meine Originalrolle befördert. Und das ist eben der
Late-Night-Moderator.« Ab Herbst 2011 stehe er wieder unter
simuliertem »Existenzdruck«: »Nicht mehr die
undurchsichtige Welt der ARD, sondern die klare Frage: Bist du Dein
Geld wert?« (apn/jW)
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