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Aufatmen in Niederlanden

Den Haag. Mit Erleichterung haben linksgerichtete Politiker und Medien am Samstag in den Niederlanden auf das Scheitern der Verhandlungen über die Bildung einer von den Rechtspopulisten geduldeten Minderheitsregierung reagiert. Die Verhandlungen war am Freitag geplatzt. Königin Beatrix will am Montag und Dienstag mit Beratern und Vertretern aller politischen Parteien im Parlament über die nächsten Schritte beraten. Grünen-Chefin (GroenLinks) Femke Halsema sprach am Samstag von »tiefer Erleichterung«, daß die Partei PVV des Islamgegners Geert Wilders nicht indirekt mit am Kabinettstisch sitze. Die Grünen hoffen nun auf eine breite Linkskoalition aus der liberalen VVD, Grünen und Sozialdemokraten (­PvdA). PvdA-Chef Job Cohen sagte, eine Minderheitsregierung unter Duldung durch die PVV hätte das Land destabilisiert und gespalten. Die VVD war bei den Parlamentswahlen am 9. Juni mit 31 der 150 Abgeordneten stärkste politische Kraft geworden, gefolgt von der PvdA mit 30 und der PVV mit 24 Sitzen. Die bislang regierenden Christdemokraten erlitten mit 21 Mandaten eine schwere Niederlage.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2010, Seite 6, Ausland

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