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30.08.2010
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Intifada
Das neue Heft der »Zeitschrift für den antiimperialistischen Widerstand« widmet sich dem Angriff der israelischen Armee auf die Free-Gaza-Flotte im Mai. Wie kaum ein Ereignis zuvor habe die Attacke den Charakter des israelischen Regimes entblößt, heißt es im Editorial »Die Welt nach Mavi Marmara«: »Während weltweit Israels Herrenmenschen-Gehabe verurteilt wurde, schafften es Medien und Regierungen in den deutschsprachigen Ländern, den Spieß umzudrehen: Die ermordeten Menschenrechtsaktivisten auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara seien terrorverdächtig, Israel habe in Notwehr gehandelt. Die Organisatoren der Proteste seien antisemitische Hetzer.« Allein, es gibt Gegentrends: Jonas Feller analysiert die wachsende Kraft des Widerstands im Nahen Osten und die zunehmende Ablehnung des Zionismus weltweit. Mundher Al-Adhami und Masud Ulfat berichten über die für die USA schwierige Lage im Irak und in Afghanistan. Mohammad Aburous analysiert den Wahlausgang im Sudan, Arundhati Roy beschreibt die Kämpfe der Adivasi. Ihr Beitrag »Bei den Genossen im Wald« ist zuerst im Magazin Outlook publiziert worden.Intifada Nr. 31, 2010, 64 Seiten, 3 Euro (Jahresabo 15 Euro). Bezug: Antiimperialistische Koordination, Postfach 23, 1040 Wien, Österreich. Internet: www.intifada.at
analyse & kritik
Die Redaktion der »Zeitung für linke Debatte und Praxis« meldet sich »mehr oder weniger erholt und gut gelaunt« aus der Sommerpause zurück. »Bouvard und Pécuchet« üben sich in »Weißer Blick«. Zur endlosen Debatte um Israel/Palästina – ein Beitrag aus der Interventionistischen Linken »in politischer Schwurbelei«. Bloß keine konkrete Position beziehen. »Um die Bewertung der Gaza-Solidaritätsaktion mit ihren neun teilweise per Kopfschuß aus dem Hubschrauber getöteten Teilnehmern begann nach anfänglichem Zögern auch innerhalb der IL der Deutungskampf: ›Blutige Kommandoaktion‹ oder ›legitime (israelische) Selbstverteidigung‹, und überhaupt: Haben die auf dem Schiff nicht angefangen? Kaum zur Sprache kam, was die machtpolitische Message der Gaza-Aktion im Verhältnis zu denen ist, um die es eigentlich geht: die Palästinenser.« Denn »das schwarze Unterdrückt- und Ausgebeutetsein in Gaza-Bantustan weiß jetzt, daß es sich gar nicht mehr an Weiße adressieren muß, nicht mehr um weiße Solidarisierung bitten muß, weil ihm Ankara jetzt erheblich wichtiger sein wird als Washington oder Brüssel.« Die ak-Redaktion empfiehlt den Text zur »Lektüre an lauen Sommerabenden«.Anzeige
ak Nr. 552, 36 Seiten, 4,20 Euro (Jahresabo 53 Euro). Bezug: analyse & kritik, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, Telefon 040-40170174. Internet: www.akweb.de
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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