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Pharmaindustrie

In den USA wurde bei bis zu einer Million Kinder fälschlicherweise ADHS diagnostiziert, besagt eine Studie im aktuellen Journal of Health Economics. Daten von 12000 Kindern wurden ausgewertet. Bei den Jüngeren einer Jahrgangsstufe in Kindergarten oder Schule ist die Diagnose 60 Prozent häufiger als bei den Älteren. Todd Elder von der University Michigan wies darauf hin, daß die Diagnose oft auf Veranlassung der Erzieher oder Lehrer gestellt werde. »Die ›Symptome‹« spiegelten »einfach nur die emotionale und geistige Unreife der jüngeren Kinder« wider. Die Fehldiagnosen verursachten Arzneimittelkosten in Höhe von 320 bis 500 Millionen Dollar. Die Langzeitwirkungen der Psychopharmaka seien ungenügend erforscht.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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