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Skandale von gestern

Erinnert sich noch jemand an die Toyota-Autos, die in den USA, von Geisterhand gesteuert, von den Straßen abkamen? In dieser Woche sind nun erste Ergebnisse einer Studie veröffentlicht worden, die die US-Verkehrssicherheitsbehörde im Auftrag der Regierung durchführt. Vor allem werden die Fahrtenschreiber oder »Black Boxes« der vermeintlich unbeherrschbaren Wagen ausgewertet. Die Ergebnisse statten Toyota vor den anstehenden Gerichtsverhandlungen über Schadensersatz für die Unfall­opfer und Hinterbliebenen mit einiger Gelassenheit aus. Nicht technische Unzulänglichkeiten waren Auslöser für viele der Unfälle, sondern Fehler der Wagenlenker. 58 Black Boxes wurden ausgewertet. Bei mindestens 35 Unfällen hatten die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten. In anderen Fällen bremsten sie halbherzig oder erst in letzter Sekunde. Es gab nach dem bisherigen Ermittlungsstand nur einen einzigen Fall, in dem das Gaspedal klemmte. In diesem war eine Fußmatte daruntergerutscht. Die Untersuchung wird noch einige Monate andauern.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2010, Seite 13, Feuilleton

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