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Medwedew beklagt alltägliche Korruption

Moskau. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die allgegenwärtige Korruption in Rußland beklagt und seinen Landsleuten ein »Mentalitätsproblem« vorgeworfen. Medwedew beklagte am Mittwoch in einer im Fernsehen übertragenen Stellungnahme besonders die Bereitschaft, Schmiergeld zu bezahlen: »Wie wir alle wissen, hat die Korruption immer zwei Seiten. Es reicht nicht aus, diejenigen zu beschuldigen, die Bestechungsgeld annehmen, wer es bezahlt, ist nicht weniger schuldig.« Und daran seien »unglücklicherweise« sehr viele Menschen in Rußland beteiligt. Während es den Bewohnern anderer Länder nicht in den Sinn komme, etwa einen Polizisten zu bestechen, »tun wir dies ohne den geringsten Zweifel, weil es keine andere Möglichkeit gibt, ihn loszuwerden«, bemängelte Medwedew.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2010, Seite 2, Ausland

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