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15.07.2010
- → Ausland
Medwedew beklagt alltägliche Korruption
Moskau. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die
allgegenwärtige Korruption in Rußland beklagt und seinen
Landsleuten ein »Mentalitätsproblem« vorgeworfen.
Medwedew beklagte am Mittwoch in einer im Fernsehen
übertragenen Stellungnahme besonders die Bereitschaft,
Schmiergeld zu bezahlen: »Wie wir alle wissen, hat die
Korruption immer zwei Seiten. Es reicht nicht aus, diejenigen zu
beschuldigen, die Bestechungsgeld annehmen, wer es bezahlt, ist
nicht weniger schuldig.« Und daran seien
»unglücklicherweise« sehr viele Menschen in
Rußland beteiligt. Während es den Bewohnern anderer
Länder nicht in den Sinn komme, etwa einen Polizisten zu
bestechen, »tun wir dies ohne den geringsten Zweifel, weil es
keine andere Möglichkeit gibt, ihn loszuwerden«,
bemängelte Medwedew.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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