Zum Inhalt der Seite

Mittelalterlicher Bundestag

Wie mittelalterlich geht es in unseren ach so demokratischen Parlementen zu? Das ist der Gegenstand einer Tagung, die der Sonderforschungsbereich »Repräsentationen sozialer Ordnungen« der Humboldt-Uni Berlin in der kommenden Woche veranstaltet. Drei Tage lang werden die Kontinuitäten zwischen den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ständezusammenkünften und den Parteienparlamenten, wie sie sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ausbildeten, erörtert – im Senatssaal des Uni-Hauptgebäudes und im Paul-Löbe-Haus des Bundestags. Historiker und Politikwissenschaftler werden sich zu den Redekulturen, der räumlichen Organisation und der Visualisierung von Parlamenten austauschen. »Wir erkennen heute viel besser als früher die vielen Traditionen, etwa wenn es darum geht, wie vor und nach dem Jahr 1789 in Parlamenten gesprochen wurde«, teilen die Organisatoren mit. Den ersten Abendvortrag hält am Mittwoch, 18.15 Uhr, der Bielefelder Historiker Willibald Steinmetz über »Normen parlamentarischen Redens in England (17.–19. Jahrhundert)«. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!