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10.07.2010
- → Kapital & Arbeit
China: Neuer Milchpulverskandal
Peking. Zwei Jahre nach dem Skandal um verseuchte Milchprodukte in
China sind dort erneut mit Melamin belastete Lebensmittel entdeckt
worden. In mindestens zwei Provinzen tauchten verseuchte
Milchprodukte auf, darunter Milchpulver, das eigentlich bereits
2008 hätte vernichtet werden sollen, wie staatliche Medien am
Freitag berichteten. Die Produkte wurden in Fabriken in den
Provinzen Qinghai im Westen des Landes und Jilin im Nordosten
gefunden. Ein Fabrikbesitzer und ein Produktionsleiter wurden
festgenommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua
berichtete. Bei den gefundenen Milchprodukten überschritt der
Melamingehalt die zulässigen Grenzwerte um das 500fache. Die
Lieferkette lege nahe, daß mit dieser Industriechemikalie
belastete Produkte noch in vielen Teilen des Landes im Handel
sind.
Im Herbst 2008 waren in China fast 300000 Säuglinge wegen der verseuchten Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. Mehrere Personen wurden nach dem Skandal hingerichtet. (apn/jW)
Im Herbst 2008 waren in China fast 300000 Säuglinge wegen der verseuchten Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. Mehrere Personen wurden nach dem Skandal hingerichtet. (apn/jW)
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