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China: Neuer Milchpulverskandal

Peking. Zwei Jahre nach dem Skandal um verseuchte Milchprodukte in China sind dort erneut mit Melamin belastete Lebensmittel entdeckt worden. In mindestens zwei Provinzen tauchten verseuchte Milchprodukte auf, darunter Milchpulver, das eigentlich bereits 2008 hätte vernichtet werden sollen, wie staatliche Medien am Freitag berichteten. Die Produkte wurden in Fabriken in den Provinzen Qinghai im Westen des Landes und Jilin im Nordosten gefunden. Ein Fabrikbesitzer und ein Produktionsleiter wurden festgenommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bei den gefundenen Milchprodukten überschritt der Melamingehalt die zulässigen Grenzwerte um das 500fache. Die Lieferkette lege nahe, daß mit dieser Industriechemikalie belastete Produkte noch in vielen Teilen des Landes im Handel sind.

Im Herbst 2008 waren in China fast 300000 Säuglinge wegen der verseuchten Babynahrung erkrankt, sechs Babys starben. Mehrere Personen wurden nach dem Skandal hingerichtet. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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