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Schwere Vorwürfe gegen Israel

Ankara. Sieben der neun getöteten Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte sind einem türkischen Gutachten zufolge von mehreren Schüssen getroffen worden, unter anderem einem Kopfschuß aus kurzer Distanz. Das geht aus einem gerichtsmedizinischen Gutachten hervor, das Anwälte der Angehörigen am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlegten. Einen Monat nach dem israelischen Angriff auf eine Gaza-Hilfsflotte am 31.Mai ließen die türkischen Mediziner mit ihren Ergebnissen Zweifel an der israelischen Version der Vorfälle aufkommen. Die israelische Armee hatte erklärt, ihre Soldaten hätten sich nach dem Entern des Bootes nur verteidigt, nachdem die türkischen Aktivisten an Bord sie mit Eisenstangen und Messern angegriffen hätten. »Unsere Befunde machen klar, daß die israelischen Streitkräfte vorhatten, die Aktivisten zu töten und nicht nur zu überwältigen«, sagte einer der Anwälte, Yasin Divran. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2010, Seite 1, Ausland

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