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»Splitterbombe« wird zum Böller

Berlin. Der Knallkörper, durch den bei einer Demonstration in Berlin am vergangenen Sonnabend mehrere Polizisten verletzt wurden, war entgegen tagelangen Spekulationen von Medien und Politikern keine »Splitterbombe«, sondern ein großer Böller. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erklärte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, daß es sich laut kriminaltechnischer Untersuchung um Pyrotechnik für Berufsfeuerwerker gehandelt habe. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, daß dem Knallkörper Zusatzstoffe beigefügt worden seien. Tagelang hatten diverse Medien verbreitet, der Sprengsatz habe wahrscheinlich Glas- oder Metallteile enthalten. Laut Polizei erlitten zwei Beamte durch die Explosion bis zu sechs Zentimeter tiefe Schnittwunden. Gestern erklärte Körting, durch die Wucht der Detonation seien »Pappstücke« sowie Teile der Schutzbekleidung in die Beine der Polizisten eingedrungen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2010, Seite 1, Inland

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