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17.06.2010
- → Feuilleton
Airen in der Akademie
Helene Hegemann hüllt sich in vornehmes Schweigen über
den Unsinn. Am Montag abend war die 18jährige in der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in einem
Atemzug mit dem Weltkonzern Google genannt worden. Von
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
»Es ist nicht fair, wenn die Bestseller-Autorin ihren Ruhm
und Erfolg auf die Leistung des unbekannten Bloggers gründet
und dies noch nicht einmal kennzeichnet«, heißt es in
der »Berliner Rede zum Urheberrecht«, in der Hegemann
namentlich nicht vorkommt, aber gemeint ist. Der unbekannte Blogger
Airen, auf dem Hegemanns Erfolg nach Einschätzung der
Ministerin gründet, sagt nach zwei Büchern sehr
zutreffend: »Den wirklich guten Umgang mit Sprache muß
ich noch erlernen«; er hat sich zur »Berliner
Rede« auch noch nicht geäußert. (jW)
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