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Väter fordern das Teilelterngeld

Eisenach. Der Väteraufbruch für Kinder (VAfK) hat die Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), auf die Einführung des Teilelterngeldes zu verzichten, kritisiert. Der Väterverein monierte am Donnerstag, derzeit seien Männer und Frauen, die gleichzeitig in Teilzeit arbeiten und gemeinsam ihre Kinder betreuen, benachteiligt. Für jeden Kalendermonat verbrauchen Vater und Mutter jeweils einen Elterngeldmonat, so daß die Bezugsdauer bereits nach sieben und nicht erst nach 14 Monaten endet. Viele Eltern, so der VAfK in einer Presseerklärung, entscheiden sich deshalb gegen eine partnerschaftliche Betreuung und damit gegen eine frühzeitige Rückkehr von Müttern in den Beruf. Der VAfK verweist auf wissenschaftliche Studien, die belegen, daß Müttern durch die längere Auszeit der Wiedereinstieg in den Job massiv erschwert wird. Damit fielen Sozialkosten an anderer Stelle an, so daß die Kürzung nahezu wirkungslos wäre.

Die Ministerin hatte bislang geplant, ein 28monatiges Teilelterngeld einzuführen, das Mehrkosten von 125 Millionen Euro verursachen würde – weniger als drei Prozent des derzeitigen Elterngeldetats von 4,5 Milliarden Euro. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2010, Seite 15, Feminismus

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