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Keine Übertreibung

Unter dem Titel »Aus Wasser wird Wüste« wurde am 26. Mai in Berlin über die Austrocknung des Aralsees diskutiert. Eingeladen hatten der NABU und die kasachische Botschaft. Der ehemals viertgrößte Binnensee der Erde hat in Folge von exzessiver landwirtschaftlicher Bewässerung seit 1950 rund 90 Prozent seiner Wassermenge verloren. Seit den frühen 90ern gibt es Rettungsmaßnahmen, aber die Verwüstung schreitet weiter voran. Der kasachische Umweltminister Nurgali Ashi­mov mahnte in Berlin zu Realismus: »Priorität haben in den nächsten zehn Jahren die Aufrechterhaltung des Wasserspiegels und die Verringerung des Austrocknungstempos.« CDU-Bundesumweltminister Norbert Röttgen erklärte dazu in einer schriftlichen Grußadresse: »Es ist keine Übertreibung, wenn wir angesichts des dramatischen Ausmaßes von einer Umweltkatastrophe sprechen.«

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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