-
03.06.2010
- → Natur & Wissenschaft
Keine Übertreibung
Unter dem Titel »Aus Wasser wird Wüste« wurde am
26. Mai in Berlin über die Austrocknung des Aralsees
diskutiert. Eingeladen hatten der NABU und die kasachische
Botschaft. Der ehemals viertgrößte Binnensee der Erde
hat in Folge von exzessiver landwirtschaftlicher Bewässerung
seit 1950 rund 90 Prozent seiner Wassermenge verloren. Seit den
frühen 90ern gibt es Rettungsmaßnahmen, aber die
Verwüstung schreitet weiter voran. Der kasachische
Umweltminister Nurgali Ashimov mahnte in Berlin zu Realismus:
»Priorität haben in den nächsten zehn Jahren die
Aufrechterhaltung des Wasserspiegels und die Verringerung des
Austrocknungstempos.« CDU-Bundesumweltminister Norbert
Röttgen erklärte dazu in einer schriftlichen
Grußadresse: »Es ist keine Übertreibung, wenn wir
angesichts des dramatischen Ausmaßes von einer
Umweltkatastrophe sprechen.«
(jW)
(jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Natur & Wissenschaft
