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Google spionierte Internetnutzer aus

Berlin. Der Internetkonzern Google hat eingeräumt, für seinen Dienst »Street View« in mehr als 30 Ländern persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet zu haben, auch in Deutschland. Google hatte bisher erklärt, für »Street View« lediglich den Namen und die Adresse von Drahtlosnetzwerken (WLAN) zu speichern. Nun mußte das Unternehmen einräumen, aus ungesicherten Netzwerken auch private Daten im Umfang von insgesamt 600 Gigabyte der Internetnutzer gesammelt zu haben. Die Speicherung sei wegen eines Programmierfehlers »versehentlich« geschehen, erklärte ein Google-Manager. Man werde die Daten so schnell wie möglich« vernichten, hieß es weiter. Es sei »alarmierend«, daß Google offenbar über Jahre hinweg in private Datennetze eingedrungen sei, erklärte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums am Samstag in Berlin.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2010, Seite 5, Inland

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