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Hu in tibetischem Erdbebengebiet

Jiegu. Nach dem Abbruch seiner Lateinamerikareise hat der chinesische Präsident Hu Jintao die Koordination der Rettungsarbeiten im Erdbebengebiet im Westen des Landes übernommen. Hu traf nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag in der Unglücksregion ein, wo nach den Erdstößen mehr als 1700 Tote geborgen wurden. Hu wolle in Yushu in der abgelegenen Provinz Qinghai Verletzte besuchen, meldete Xinhua. Mehr als 12000 Verletzte und 100000 Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, harren dort bei eisiger Kälte aus. Laut jüngsten Angaben starben bei dem Beben der Stärke 6,9 am Mittwoch 1706 Menschen, mehr als 250 wurden am Sonntag noch vermißt. Am Donnerstag war bereits Ministerpräsident Wen Jiabao in das Katastrophengebiet gereist, das auf einem um die 4000 Meter hohen Gebirgsplateau liegt.

Am Samstag waren Hunderte Opfer des Bebens eingeäschert worden. Tibetische Mönche begleiteten die Zeremonie in der Nähe der Stadt Jiegu mit meditativen Gesängen.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2010, Seite 6, Ausland

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