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Die Polizei und das Recht

Kopenhagen. Vor zehn Monaten flog die 19jährige Kristina Vogel, größte Hoffnung des deutschen Bahnradsports, beim Training durch die Heckscheibe eines Kleinbusses, der ihr die Vorfahrt genommen hatte. Zwei Tage lang lag sie im Koma, mit Brüchen an Brustwirbel, Hand, Arm, Kiefer. Sie verlor fast alle Zähne. Noch immer hat die sechsmalige Juniorenweltmeisterin aus Erfurt Narben im Gesicht. »Wenn ich in den Spiegel schaue, erkenne ich mich manchmal nicht«, sagt sie. »An anderen Tagen fallen mir die Narben kaum mehr auf.« Bei den Bahnrad-WM, die gestern in Kopenhagen begonnen haben, wird sie im Sprint und im Teamsprint starten. Im Keirin und im 500-m-Zeitfahren ist sie Ersatzfahrerin. Nach der WM kommt es zum Gerichtsverfahren mit dem Unfallverursacher, einem Polizisten. Ob sie Kontakt zu ihm hatte? Vogel: »Nein. Dabei denkt man doch eigentlich, daß ein Polizist ein besseres Rechtsbewußtsein hat.« (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2010, Seite 16, Sport

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