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Brüssel genehmigt Gentech-Kartoffel

Ludwigshafen. Die EU-Kommission hat den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora genehmigt. Diese soll nun noch in diesem Jahr kommerziell angebaut werden, teilte der Chemiekonzern BASF am Dienstag mit. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte laut dem Konzern wiederholt bestätigt, daß »Amflora« sicher für Mensch, Tier und Umwelt sei. Die Kartoffel soll nicht als Lebensmittel eingesetzt werden.

Greenpeace und der BUND kritisierten die Zulassung durch den EU-Kommissar John Dalli scharf. Es sei schockierend, daß die neue Kommission die erheblichen ökologischen und gesundheitlichen Risiken der Genkartoffel ignoriere, sagte Martin Hofstetter von Greenpeace. BUND-Vorsitzender Hubert Weiger nannte die Zulassung einen politischen »Kniefall vor der BASF«. Die Kartoffel enthalte ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika, darunter eines, das zu den wichtigsten Arzneimitteln gegen Tuberkulose gehöre. Seine Übertragung auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts sei nicht auszuschließen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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