Zum Inhalt der Seite

Tempodrom wird verkauft

Bremen/Berlin. Die Landesbank Berlin hat am Dienstag bestätigt, daß es einen Käufer für das insolvente Veranstaltungszentrum Tempodrom gibt. Nach Medieninformationen soll es sich um die Bremer Unternehmensgruppe KPS handeln. Über die Kaufsumme wurde bisher nichts bekannt. Nach dem Verkauf wird voraussichtlich eine Landesbürgschaft fällig. Der Verkehrswert des zeltartigen Gebäudes beträgt nur 3,17 Millionen Euro, der Senat bürgte aber für die ständig steigenden Baukosten des privat finanzierten Projektes in einer Gesamthöhe von 12,7 Millionen Euro. Der dafür federführend verantwortliche Bausenator Peter Strieder (SPD) mußte im Zuge des Tempodrom-Skandals im Herbst 2004 zurücktreten. Im Zuge von Untersuchungen war bekanntgeworden, daß sich Strieder eine pompöse SPD-Wahlparty von einem Unternehmer finanzieren ließ, der vom Tempodrom-Bau profitierte.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!