-
16.02.2010
- → Kapital & Arbeit
Paris veröffentlicht »schwarze Liste«
Paris. Frankreich hat eine eigene »schwarze Liste« mit
Steuerparadiesen aufgestellt, um Zahlungen dorthin stärker zu
besteuern. Auf der Liste, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag
vorlag, befinden sich 18 Länder und Gebiete. Die Karibik ist
mit sieben Staaten und Territorien stark vertreten, ebenso
Mittelamerika, wo insbesondere Costa Rica und Panama genannt
werden. Hinzu kommen das Sultanat Brunei, die Philippinen und
Liberia. Paris wird Dividenden, Zinsen und Abgaben, die von
französischen Firmen dorthin überwiesen werden, fortan
mit einem pauschalen Satz von 50 Prozent besteuern. Normalerweise
sind dafür maximal Abgaben von 33 Prozent fällig, teils
wird auch gar nicht besteuert. Der französische Senat hatte
kurzzeitig gedroht, auch die Schweiz auf die Liste zu setzen,
nachdem Bern die Ratifizierung eines Steuerabkommens mit Frankreich
ausgesetzt hatte. Grund war die Nutzung von gestohlenen Kontendaten
der Bank HSBC durch französische Steuerfahnder. Die
schweizerische Regierung hatte aber am Freitag erklärt, sie
werde den Ratifizierungsprozeß jetzt wieder aufnehmen.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit