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12.02.2010
- → Inland
Regierung läßt Granaten im Meer
Kiel. Mehrere tausend Giftgasgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg
sollen auf dem Meeresboden vor der Nordseeinsel Helgoland
liegenbleiben. Das entschied das schleswig-holsteinische
Innenministerium am Donnerstag in Kiel. Das Ministerium lehne eine
Bergung der mit dem Nervengift Tabun gefüllten Geschosse als
zu gefährlich ab. Nach Expertenmeinung sei das Risiko bei der
Bergung zu hoch, erklärte ein Sprecher. Britische Truppen
hatten die aus Wehrmachtsbeständen stammenden Granaten 1949
etwa vier Kilometer südlich von Helgoland im Meer versenken
lassen. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst gehen davon
aus, daß es sich um 90 Tonnen Munition mit 11,7 Tonnen
Nervenkampfstoff handelte. Helgoland war damals unbewohnt und wurde
erst 1952 wieder besiedelt. (AFP/jW)
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