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Linke fordert mehr Rotlicht-Kontrollen

Bremen. Um Frauen vor Zwangsprostitution zu bewahren, sind nach Ansicht der Linksfraktion in der Bremer Bürgerschaft mehr Kontrollen im Rotlichtmilieu der Hansestadt nötig. Fraktionsvorsitzende Monique Troedel verwies darauf, daß eine Razzia in der Helenenstraße gerade erst zutage gefördert habe, daß dort 14 Frauen, »offenbar Opfer von Menschenhandel, ohne Aufenthaltstitel oder sonstigen behördlichen Schutz anschaffen gehen«. Diese »geballten Verletzungen von Recht und Menschenwürde« dürften nicht toleriert werden.

Zwangsprostituierte ohne Aufenthaltstitel hätten keinerlei Handhabe gegen körperliche Gewalt, Demütigung, miserable Arbeits- und Lebensbedingungen und »beschämende Preise«, so Troedel. Eine vertretbare Bezahlung werde im gesamten Gewerbe unterlaufen. Daß untragbare Zustände vergangene Woche in einem Bezirk aufgedeckt worden seien, der noch als »öffentlich kontrolliert« gilt, sei »höchst alarmierend«. Unterdessen werde im Zuge der Polizeireform weiter Personal eingespart, so Troedel. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.02.2010, Seite 15, Feminismus

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