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Aktion für frühere Zwangsprostituierte

Seoul/Berlin. Eine Online-Unterschriftenaktion für Frauen, die im Asien-Pazifik-Krieg 1937 bis 1945 vom japanischen Militär in Truppenbordelle verschleppt wurden, hat der »Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan« gestartet. Betroffen waren nach seinen Angaben rund 200000 Mädchen und Frauen im Alter von elf bis 29 Jahren aus elf besetzten Ländern wie China und Indonesien sowie ehemaligen Kolonien wie Korea. Die UNO und die Internationale Arbeitsorganisation haben die Vorgänge als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet.

Mit der Aktion soll das japanische Parlament aufgefordert werden, ein Gesetz zur Entschädigung der heute meist über 80jährigen Frauen zu verabschieden. (jW)

Link zum Online-Votum: www.jca.apc.org/ianfu_ketsugi/1200000.html

Weitere Informationen: womenandwar.net
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.01.2010, Seite 15, Feminismus

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