-
04.12.2009
- → Feminismus
16 Verbände gegen Betreuungsgeld
Berlin. In einem offenen Brief haben 16 Sozialverbände die
schwarz-gelbe Koalition aufgefordert, auf das geplante
Betreuungsgeld für zu Hause erziehende Eltern zu verzichten.
Es sei »grundsätzlich kontraproduktiv«,
erklärten die Verbände in dem am Mittwoch in Berlin
veröffentlichten Schreiben. Wahlfreiheit für die Eltern
werde hergestellt, indem genügend qualitativ hochwertige,
gebührenfreie und kostengünstige
Ganztagsbetreuungsplätze zur Verfügung
stünden.
Die Verbände lehnen auch die Forderung der FDP ab, den Eltern statt einer Barzahlung Gutscheine für Bildungsangebote auszuhändigen. Zudem setze das Betreuungsgeld für Frauen falsche Signale, nach der Geburt eines Kindes länger aus der Erwerbstätigkeit auszusteigen: »So verfestigen sich traditionelle Geschlechterrollen.« Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom DGB, den Gewerkschaften IG Metall, GEW und ver.di, dem Deutschen Frauenrat und dem Deutschen Kinderschutzbund.
(jW)
Die Verbände lehnen auch die Forderung der FDP ab, den Eltern statt einer Barzahlung Gutscheine für Bildungsangebote auszuhändigen. Zudem setze das Betreuungsgeld für Frauen falsche Signale, nach der Geburt eines Kindes länger aus der Erwerbstätigkeit auszusteigen: »So verfestigen sich traditionelle Geschlechterrollen.« Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom DGB, den Gewerkschaften IG Metall, GEW und ver.di, dem Deutschen Frauenrat und dem Deutschen Kinderschutzbund.
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus