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16 Verbände gegen Betreuungsgeld

Berlin. In einem offenen Brief haben 16 Sozialverbände die schwarz-gelbe Koalition aufgefordert, auf das geplante Betreuungsgeld für zu Hause erziehende Eltern zu verzichten. Es sei »grundsätzlich kontraproduktiv«, erklärten die Verbände in dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Schreiben. Wahlfreiheit für die Eltern werde hergestellt, indem genügend qualitativ hochwertige, gebührenfreie und kostengünstige Ganztagsbetreuungsplätze zur Verfügung stünden.

Die Verbände lehnen auch die Forderung der FDP ab, den Eltern statt einer Barzahlung Gutscheine für Bildungsangebote auszuhändigen. Zudem setze das Betreuungsgeld für Frauen falsche Signale, nach der Geburt eines Kindes länger aus der Erwerbstätigkeit auszusteigen: »So verfestigen sich traditionelle Geschlechterrollen.« Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom DGB, den Gewerkschaften IG Metall, GEW und ver.di, dem Deutschen Frauenrat und dem Deutschen Kinderschutzbund.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.12.2009, Seite 15, Feminismus

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