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Kundus: Bundestag setzt Ausschuß ein

Berlin. Die Hintergründe der Ereignisse im afghanischen Kundus sollen jetzt vom Verteidigungsausschuß aufgeklärt werden, der sich in einen Untersuchungsausschuß umwandelt. Darauf verständigten sich am Mittwoch in Berlin die Mitglieder des Bundestagsgremiums. Derweil prüft die Linksfrak­tion, ob ein zweiter, öffentlich tagender Ausschuß notwendig ist. Die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, inwieweit auch das Kanzleramt oder andere Ministerien verwickelt gewesen sein könnten, sagte Fraktionschef Gregor Gysi. Bei dem von einem Bundeswehr-Oberst angeordneten NATO-Luftangriff auf zwei Tanklastwagen am 4. September wurden nach Angaben von Anwälten 179 Menschen verletzt oder getötet. Fünf der Toten waren demnach bewaffnete Taliban. Der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte zunächst behauptet, bei dem Luftschlag seien keine Zivilisten ums Leben gekommen.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.12.2009, Seite 1, Inland

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