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03.12.2009
- → Inland
Kundus: Bundestag setzt Ausschuß ein
Berlin. Die Hintergründe der Ereignisse im afghanischen Kundus
sollen jetzt vom Verteidigungsausschuß aufgeklärt
werden, der sich in einen Untersuchungsausschuß umwandelt.
Darauf verständigten sich am Mittwoch in Berlin die Mitglieder
des Bundestagsgremiums. Derweil prüft die Linksfraktion,
ob ein zweiter, öffentlich tagender Ausschuß notwendig
ist. Die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, inwieweit
auch das Kanzleramt oder andere Ministerien verwickelt gewesen sein
könnten, sagte Fraktionschef Gregor Gysi. Bei dem von einem
Bundeswehr-Oberst angeordneten NATO-Luftangriff auf zwei
Tanklastwagen am 4. September wurden nach Angaben von Anwälten
179 Menschen verletzt oder getötet. Fünf der Toten waren
demnach bewaffnete Taliban. Der damalige
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte
zunächst behauptet, bei dem Luftschlag seien keine Zivilisten
ums Leben gekommen.(ddp/jW)
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