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Eisschnellauf: Gemieden

Neuss. Zwei Tage vor Beginn ihrer Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS hat Claudia Pechstein am Dienstag Vorwürfe gegen den Eislauf-Weltverband ISU erhoben. Keine der vier Blutproben, um die es in der Verhandlung gehen wird, sei von der ISU korrekt protokolliert worden. Ausgerechnet bei der einzig korrekten Messung während der WM im Februar sei der Retikulozytenwert nicht mitgemessen worden. »Das Mindeste, das ich als Beschuldigte vom Weltverband erwarten darf, ist die Offenlegung aller Dokumente, die mich angeblich belasten. Und wenn das nicht gewährleistet ist, wird der CAS das zu werten haben«, ließ die 37jährige Berlinerin am Dienstag über ihren Manager Ralf Grengel ausrichten. Außerdem beklagte sie die Vorverurteilung durch Journalisten, »die wahrscheinlich nicht mal wissen, ob man beim Eisschnelllaufen links oder rechts herum läuft«. Außerdem haderte Pechstein mit einer Rivalin: »Friesinger sagt, sie hätte mehr Fragen als Antworten zum Fall Pechstein. Das mag ja sein. Doch sie hätte mich ja nur fragen müssen, dann hätte sie Antworten bekommen. Statt dessen hat sie mich gemieden wie der Teufel das Weihwasser.« (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2009, Seite 16, Sport

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