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Frauen von Anfang an mit weniger Lohn

Düsseldorf. Frauen werden schon zu Beginn ihres Berufslebens wesentlich schlechter bezahlt als ihre Kollegen. Während der Einkommensrückstand in Westdeutschland im Laufe des Berufslebens eher noch zunimmt, geht er im Osten zurück. Dies ist ein Ergebnis einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die am Donnerstag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Demnach beträgt der Unterschied zwischen den Einkommen von Frauen und Männern mit höchstens dreijähriger Berufserfahrung im Durchschnitt 18,7 Prozent. Deutschlandweit wird diese Lücke laut WSI mit zunehmender Berufserfahrung größer und steigt auf 21,8 Prozent an. Unterschiede gibt es auch im Branchenvergleich. So beträgt der Abstand auf den unteren Karrierestufen in der Energie- und Wasserindustrie nur 4,9 Prozent, in der Banken- und Versicherungsbranche dagegen 21,1 Prozent.

Der Einkommmensrückstand der Frauen in Deutschland sei mit Berufswahl und Kindererziehungszeiten allein nicht zu erklären, sagte Projektleiter Reinhard Bispinck. Vielmehr sei er vielfach mit dem Fortbestehen geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung zu begründen.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2009, Seite 15, Feminismus

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