Zum Inhalt der Seite

»Sauerlandgruppe« suchte Attentäter

Düsseldorf. Im Prozeß gegen vier Mitglieder der »Sauerland-Gruppe« hat der Mitangeklagte Adem Y. über seine Rekrutierung von Nachwuchskämpfern berichtet. Y. sagte am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf, er habe mehrfach junge Männer der Islamischen Dschihad-Union (IJU), der auch die »Sauerland-Gruppe« unterstellt war, empfohlen. Ob jemand für den Dschihad – den »heiligen Krieg« – brauchbar sei, habe sich allerdings erst in den Ausbildungslagern herausgestellt. Den insgesamt vier Angeklagten wird vorgeworfen, Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant zu haben. Demnach hätten sich die vier Männer zwölf Fässer mit Chemikalien beschafft und in einer Ferienwohnung im sauerländischen Medebach-Oberschledorn damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen.(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!