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PEN-Preis

Der spanische Untersuchungsrichter Baltasar Garzón Real erhält in diesem Jahr den Hermann-Kesten-Preis des PEN-Zentrums Deutschland. Das teilte das PENZentrum am Donnerstag in Darmstadt mit. Der Jurist wurde weltbekannt, als er 1998 wegen der Ermordung und Folterung spanischer Staatsbürger einen Haftbefehl gegen Chiles Exdiktator Augusto Pinochet durchsetzte. Dieser Haftbefehl führte zur Inhaftierung Pinochets in London. Garzón ist Richter am höchsten Strafgerichtshof Spaniens. In dieser Funktion knastete er auch Hunderte Basken als angebliche ETA-Kämpfer ein. Nach dem Prinzip der universellen Rechtsprechung leitet er gegenwärtig Vorermittlungen gegen sechs Juristen der letzten Bush-Administration, die die Foltermethoden in Guantànamo und anderswo gerechtfertigt hatten. Der Richter habe sich damit zum Anwalt eines »durch staatlich sanktionierte Folter tief verstörten und verletzten Weltgewissens erhoben«, heißt es in der Begründung der Jury. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2009, Seite 13, Feuilleton

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