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Hochhuth-Alarm

Der Dramatiker Rolf Hochhuth planscht weiter im Sommerloch. Am Donnerstag sorgte der 78jährige für einen angekündigten Eklat, als er das Foyer des Berliner Ensembles (BE) besetzte und dagegen protestierte, daß er im BE nicht ein 21 Jahre altes Stück aufführen kann, obwohl er über die Ilse-Holzapfel-Stiftung Eigentümer des Hauses ist. Das Theater am Schiffbauerdamm ist an den Berliner Senat vermietet, der es wiederum der Berliner Ensemble GmbH mit Claus Peymann als alleinvertretendem Geschäftsführer und Intendanten überläßt. Laut Mietvertrag hat Hochhuth in den Sommerferien das Recht, die Bühne für fünf Wochen zu nutzen, muß dies allerdings rechtzeitig anmelden – was er laut Peymann nicht getan hat. Zur Zeit sind da Bauarbeiter im Haus.

Während seiner Foyer-Aktion machte Hochhuth den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, Kulturstaatssekretär André Schmitz und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (alle SPD) für die Situation verantwortlich. Hochhuth bezeichnete die Politiker als »Proleten«. Heute entscheidet das Berliner Kammergericht darüber, wer recht hat.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2009, Seite 12, Feuilleton

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