Zum Inhalt der Seite

Steinbrück bittet Banker um Verzicht

Hamburg. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat der angeschlagenen HSH Nordbank nahegelegt, auf sämtliche Bonuszahlungen zu verzichten. Der Aufsichtsrat solle prüfen, »ob mit der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen nicht die Geschäftsgrundlage für jegliche Bonuszahlungen entfallen ist«, sagte Steinbrück dem Hamburger Abendblatt (Samstagausgabe). Der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, soll Bonuszahlungen von 2,9 Millionen Euro bekommen. Steinbrück kritisierte: »Manche Banker begreifen nicht, daß sie jede Akzeptanz in der Bevölkerung verspielen. Sie leben in einer Scheinwelt und glauben, daß sie einen unverbrüchlichen Anspruch auf Bonuszahlungen haben. Wenn Hamburg und Schleswig-Holstein nicht mit dem Geld der Steuerzahler eingesprungen wären, hätte Herr Nonnenmacher jetzt gar nichts.« (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!