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Dokumentation zu »Mauertoten«

Berlin. Wissenschaftler haben am Dienstag in Berlin eine Dokumentation über die Schicksale von 136 Todesopfern an der Berliner Mauer veröffentlicht. Das Handbuch ist Ergebnis eines Forschungsprojekts des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Stiftung Berliner Mauer. Laut ZZF liegen damit erstmals überprüfbare Angaben über die Menschen vor, die zwischen 1961 und 1989 an der Mauer starben. Unter ihnen sind auch die acht DDR-Grenzsoldaten, die von Fahnenflüchtigen, Flüchtlingen oder Schleusern getötet wurden. Darüber hinaus hat das ZZF mindestens 251 überwiegend ältere Reisende erfaßt, die während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen vornehmlich an Herzinfarkten starben. Weitere 164 »Verdachtsfälle« bestätigten sich nicht. Nach Ansicht von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) leistet die Dokumentation einen wichtigen Beitrag, um der »Verharmlosung der DDR und ihres Unrechts« entgegenzuwirken. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2009, Seite 5, Inland

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