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US-Banken kassieren Überziehungsgebühr

Washington. Wegen der Finanznöte vieler Kunden können die Banken in den USA einer Studie zufolge in diesem Jahr einen neuen Rekord an Einnahmen aus Überziehungsgebühren erwarten. Insgesamt dürften den Geldinstituten aus diesen Gebühren 2009 etwa 38,5 Milliarden Dollar (27,3 Milliarden Euro) zufließen, heißt es in einer am Montag in der Financial Times vorgestellten Studie des Analysten Moebs Services. Das Geld stamme vor allem von ärmeren Kunden, die von der Wirtschaftskrise besonders betroffen sind und ihr Konto in die roten Zahlen rutschen lassen.
Der Studie zufolge sind nur zehn Prozent der 130 Millionen Girokonten in den USA für 90 Prozent der Bankeinnahmen aus Überziehungsgebühren verantwortlich. »Diese Gebühren sind eine Goldader«, sagte Analyst Mike Moebs der Financial Times. Die Gebühren für Kontoüberziehungen betrügen im USA-weiten Durchschnitt 26 Dollar, ein Dollar mehr als im vergangenen Jahr. Deutlich höher seien die Entgelte bei den Großbanken, wo sie bei 33 Dollar lägen. So könne etwa ein Kunde der Bank of America, der sein Konto um nur sechs Dollar überziehe, mit einer Strafgebühr von 35 Dollar zur Kasse gebeten werden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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