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Muttersprache ­verboten

Nach einem neuen Bericht des Weltkinderhilfswerks UNICEF und der Londoner »Minority Rights Group International« (MRG) gehen Millionen Kinder nicht zur Schule, weil sie Minderheiten angehören, die nicht die offizielle Unterrichtssprache sprechen. Vor allem in den sogenannten Entwicklungsländern leben viele Kinder fernab vom Schulunterricht. Die Gründe dafür seien ethnische oder religiöse Diskriminierung. MRG-Chef Mark Lattimer warnt vor den Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und davor, daß im Fehlen von Bildung künftige Konflikte schon angelegt seien. Die Kinder müßten in der Schule mit Sprachen zurechtkommen, die sie nur schlecht beherrschten. Doch Bildungspolitiker befürchten, daß Kinder, die Unterricht in einer Lokalsprache erhalten, die offizielle Sprache nicht erlernen. Clair Thomas, eine der Autorinnen des MRG-Berichts, schlägt deshalb einen mehrsprachigen Unterricht vor. (ips/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.07.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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