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Erfurter fordern neues Haus

Erfurt. In Erfurt geht der Kampf um ein alternatives Jugendzentrum weiter. Im April hatte die Polizei dort ein besetztes Haus brutal geräumt. Nun fordern die ehemaligen Besetzer ein Ersatzobjekt. Am heutigen Donnerstag startet ihre Kampagne »Hände hoch, Haus her« (18 Uhr, Fischmarkt) mit einem Open-Air-Konzert. Gesucht werden »Hauseigentümer, die bereit sind, über eine unkonventionelle Nutzung zu verhandeln«.

Von der Stadt verlangen die Aktivisten, ein neues Projekt zu dulden. Das im April geräumte Gebäude befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Firma Topf&Söhne, die während des Faschismus Krematorien für Konzentrationslager hergestellt hat. In dem besetzten Haus gab es unter anderem ein Projekt, das über die Geschichte des Geländes und die Judenverfolgung in Erfurt informierte.(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2009, Seite 5, Inland

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