Zum Inhalt der Seite

Zwei Abgerockte aus Düsseldorf

Berlin. Michael Preetz und Andreas Frege haben sich vor langer Zeit über Fortuna Düsseldorf kennengelernt. Preetz war Stürmer, Frege war Fan. Jetzt hat der frühere Stürmer eine Fußballwette gewonnen und der Immernoch-Fan hat bei einem Konzert in der Berliner Wuhlheide seine Wettschuld beglichen, indem er vor vielen tausend Menschen ein Trikot von Hertha BSC an- und wieder auszog. Ist das nicht eklig? Frege ist bekannt als Campino von den Toten Hosen; Preetz neuerdings Geschäftsführer von Hertha BSC. Daran war nicht zu denken, als er sich mit Anfang 30 in der Bundesliga als Stürmer durchsetzte – dieser ruhige, scheue Typ? Was weniger bekannt ist: Als Preetz mit 36 Jahren ins Managment der Hertha wechselte, war das besonders bedauerlich für die Profispielergewerkschaft VDF (Vereinigung der Vertragsfußballspieler), die sich in den Vorjahren auch dank des Torschützenkönigs von 1999 mit über 1300 Mitgliedern im Geschäft etabliert hatte. Preetz war als Gründungsmitglied neun Jahre lang ihr Vizepräsident gewesen. Seit einigen Wochen steht er endgültig auf der falschen Seite. (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2009, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!