-
09.07.2009
- → Sport
Zwei Abgerockte aus Düsseldorf
Berlin. Michael Preetz und Andreas Frege haben sich vor langer Zeit
über Fortuna Düsseldorf kennengelernt. Preetz war
Stürmer, Frege war Fan. Jetzt hat der frühere
Stürmer eine Fußballwette gewonnen und der Immernoch-Fan
hat bei einem Konzert in der Berliner Wuhlheide seine Wettschuld
beglichen, indem er vor vielen tausend Menschen ein Trikot von
Hertha BSC an- und wieder auszog. Ist das nicht eklig? Frege ist
bekannt als Campino von den Toten Hosen; Preetz neuerdings
Geschäftsführer von Hertha BSC. Daran war nicht zu
denken, als er sich mit Anfang 30 in der Bundesliga als
Stürmer durchsetzte – dieser ruhige, scheue Typ? Was
weniger bekannt ist: Als Preetz mit 36 Jahren ins Managment der
Hertha wechselte, war das besonders bedauerlich für die
Profispielergewerkschaft VDF (Vereinigung der
Vertragsfußballspieler), die sich in den Vorjahren auch dank
des Torschützenkönigs von 1999 mit über 1300
Mitgliedern im Geschäft etabliert hatte. Preetz war als
Gründungsmitglied neun Jahre lang ihr Vizepräsident
gewesen. Seit einigen Wochen steht er endgültig auf der
falschen Seite. (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport
