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Honduras: Jugendliche zwangsrekrutiert

Stockholm/Tegucigalpa. Die Europäische Union hat wegen des Putsches in Honduras alle Botschafter aus dem mittelamerikanischen Land abgezogen. Das erklärte der schwedische Außenminister Carl Bildt am Donnerstag. Die EU fordere eine rasche Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung in dem Land.

In Honduras wurde indes der Ausnahmezustand verfügt. Zur Lage teilte der Leiter des nationalen Antifolterkomitees, Juan Almendares, telefonisch mit, angesichts der Proteste gegen die Putschisten gehe die Armee dazu über, »Jugendliche zu verschleppen und zwangsweise zu rekrutieren«. Der Jesuitenpater Ismael Moreno berichtete, 25 Soldaten seien in den von seiner Gemeinde betriebenen Rundfunksender Radio Progreso de Yoro eingedrungen. Während der Sender nun aus dem Untergrund weiter Nachrichten verbreitet, wurden andere Medien vom Militär besetzt und geschlossen. (AP/AFP/jW)


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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2009, Seite 1, Ausland

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