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Neuauszählung von Stimmen im Iran

Kairo. Mehr als zwei Wochen nach der Präsidentenwahl im Iran hat am Montag nach Berichten staatlicher Medien die vom Wächterrat vorgeschlagene Neuauszählung von zehn Prozent der Stimmzettel begonnen. Zu einer Änderung des Wahlergebnisses wird dies allerdings nicht führen. Sowohl der für die Wahlaufsicht zuständige Wächterrat als auch das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hatten bereits zuvor erklärt, Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad habe die Wahl vom 12. Juni mit überwältigendem Vorsprung gewonnen.

Präsident Ahmadinedschad machte unterdessen »Feinde des Landes« für den Tod der zur Ikone des Widerstands gegen das Regime gewordenen Neda Agha Soltan verantwortlich, die bei Protesten in Teheran erschossen worden war. Ahmadinedschad forderte den Wächterrat auf, den »verdächtigen« Tod Soltans zu untersuchen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2009, Seite 6, Ausland

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